Die Debatte um die Frage der Bebauung des Geländes des alten Güterbahnhofes nimmt Fahrt auf. Der Oberbürgermeister entbindet den Beigeordneten Dressler von seiner Funktion als planerisch Verantwortlichem und überträgt die der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft, das heißt: der OB befürwortet den Bau des Möbelhauses auf dem Gelände.
Und diesmal hat er recht.
Nach dem Verzicht des neuen Eigentümers, auch sein regionale Logistikzentrum auf dem Gelände anzusiedeln, gibt es keinen Grund mehr, nicht umgehend einen Bebauungsplan zu beschließen, der den Bau des geplanten Zentrums ermöglicht.
Die Gründe:
Es werden 400 neue qualifizierte Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen (nicht: dahin verlagert)-sofort.
Weitere 100 neue Arbeitsplätze kommen hinzu, wenn das Logistikzentrum an anderer Stelle in Duisburg gebaut wird.
Baubeginn: sofort: in einem Jahr fließt die Gewerbesteuer.
Dadurch, das fast die Hälfte des Geländes nicht bebaut wird, sondern als Park angelegt wird, erhält Duisburg in der Innenstadt eine weitere grüne Lunge.
Was ist die Alternative: der Foster-Plan, “Duisburger Freiheit”. Wer die Präentation gesehen hat, der weiß: alles super! Nur: wann wird das realisiert? Es handelt sich um eine hübsche Planung ohne jede konkrete Ansage.
Der Markt für Büro-Immobilien ist eingebrochen. Es ist sehr fraglich, wann und ob eine Investor Geld von einer Bank bekommt. Jedenfalls nicht in naher Zukunft und nicht für die Bebauung der ganzen Fläche. Das Gelände ist erheblich unattraktiver als der Innenhafen. Es fehlt der “Sex-Appeal” einer Hafenlandschaft.
Eine Wohnbebauung, und sei es nur teilweise, halte ich persönlich für völlig unmöglich. Kein Mensch kauft eine teure Wohnung neben einer sechsspurigen Autobahn.